
Seit Januar 2026 heißt es für mich: Back to Work. Meine Elternzeit ist um und ich kehre zurück in meinen Job in Teilzeit. Ein neuer Lebensabschnitt, der sicher nicht immer ganz leicht wird. Ich möchte in dieser Artikelreihe ein paar Gedanken von mir auf meine neue Situation mit euch teilen und erzählen, wie es mir mit alldem geht.
WOCHE 4
So viel zu tun!
Gerade könnte ich ziemlich viel und lange arbeiten. Denn es gibt viel zu tun durch das neue Projekt. Meine Arbeitszeit vergeht super schnell. Ich habe jetzt aber ein strenges Limit, was Überstunden etc. angeht. Schließlich will jemand nach dem Mittagsschlaf aus der Kita abgeholt werden.
Es wissen alle bei der Arbeit, dass ich “nur” in Teilzeit arbeite und ich bekomme deswegen keinen Druck. Aber für mich selbst ist es ab und an nicht so einfach, so eng getaktet zu sein. Manchmal würde ich schon gerne noch das ein oder andere fertig machen, bevor ich aufbrechen muss.
Kita-Eingewöhnung abgeschlossen
Wir haben von der Kita einen kleinen Fragebogen dazu bekommen, wie die Eingewöhnung war. Ganz ehrlich: einfach war es nicht, aber die Erzieherinnen haben wo es ging unterstützt und meiner Tochter einen guten Start in der Kita ermöglicht.
Sie geht nun gerne hin. Manchmal ist sogar das Verabschieden morgens gar kein Problem mehr und sie geht einfach in den Gruppenraum. Das finde ich an sich sehr schön, mir war immer wichtig, dass es ihr in der Betreuung gefällt. Aber ein bisschen wehmütig schaue ich trotzdem drauf, dass meine kleine Prinzessin so schnell “erwachsen” geworden ist.
Weniger Schritte
Ich habe schon lange keinen Schrittzähler mehr genutzt – zumindest nicht bewusst. Die iPhone-App “Health” hat aber ganz nebenbei mit aufgezeichnet, wie viele Schritte ich gehe – letztes Jahr sowie auch dieses Jahr. Und was soll ich sagen: dieses Jahr sind es weniger Schritte pro Tag als letztes Jahr. Das überrascht mich an sich nicht, ich hätte nur nicht gedacht, dass es so viele Schritte weniger sind.
Ich will einmal versuchen, das ein bisschen zu erklären bzw. in den Kontext zu setzen: Zum einen liegt es an dem Winter-Wetter draußen. Mit dem vielen Schnee ist es nicht ganz so einfach, viel draußen unterwegs zu sein. Unter anderem wegen der Glätte, aber auch insebesondere dann nicht, wenn meine Tochter dabei ist. Denn der Buggy lässt sich nur schwer durch die teilweise nicht geräumten Straßen schieben und laufen will sie im Schnee auch nicht viel (zu kalt).
Zum anderen wurden auch nicht alle Schritte aufgezeichnet. Für manche Spaziergänge und Wegstrecken habe ich mein Handy bewusst mal nicht mitgenommen. Und zudem habe ich ich jede Woche mindestens eine Sporteinheit gemacht, die auch nicht dokumentiert wurde.
Aber wie auch immer: Ich werde mal drüber nachdenken, wie sich die Schrittzahl wieder nach oben ziehen lässt.
Mein Fazit nach einem Monat
Nun arbeite ich schon wieder seit einem Monat. Seit dem hat sich vieles gedreht. Ich habe einen komplett anderen Alltag als zuvor in der Elternzeit.
Für meine Tochter hingegen hat sich kaum etwas verändert. Sie geht nach wie vor in die Kita und sie geht gerne hin. Das war eine gute Grundlage für mich, um mich (zumindest vormittags) wieder auf andere Dinge zu konzentrieren.
Ich arbeite zwar bei meinem alten Arbeitgeber in etwa der gleichen Position wie zuvor, dennoch brauchte ich einen kurzen Moment, um wieder richtig in der Arbeitswelt anzukommen.
Die Kombination aus Mutter sein und arbeiten gehen ist nicht immer einfach. Das habe ich gleich in den ersten Wochen zu spüren bekommen. Ständig war etwas, weshalb meine Tochter nicht in die Kita konnte oder von dort abgeholt werden musste. Diesen Punkt darf man nicht unterschätzen.
Zudem gibt es Tage, an denen man nicht weiß, wohin die Zeit gegangen ist. Es ist mitunter stressig, alles unter einen Hut zu bekommen. Einige ToDos des Alltags werden geschoben und/oder bleiben liegen.
Darüber hatte ich im Vorfeld einiges gelesen. Ich habe gedacht, dass ich die Elternzeit manches mal vermissen werde. Aber das ist nicht der Fall. Die Elternzeit war eine sehr intensive, aufregende und schöne (wenn auch teilweise sehr anstrengende) Zeit. Doch jetzt hat ein neuer Abschnitt begonnen. Es ist gut und richtig für mich, wieder arbeiten zu gehen.