
In dieser Serie teile ich Einblicke vom Weg zu unserem Traumhaus. Zu den verschiedenen Stationen gebe ich Tipps, die du für deinen eigenen Hauskauf nutzen kannst. Den kompletten Zeitverlauf findest du zudem auf der Themenseite.
Im Laufe des Lebens macht sich wohl jeder einmal darüber Gedanken, ob Miete oder eher Eigentum das richtige für einen ist. Selbst wenn nicht jeder die freie Wahl hat, allein schon aus finanziellen Gründen nicht, so hat doch jeder eine Präferenz zu dem Thema.
Beides hat Vor- und Nachteile. Als Mieter ist man flexibler, kann schneller in einer anderen Wohnung unterkommen oder in eine andere Stadt ziehen, wenn man das will. Zudem braucht man sich um weniger kümmern: Der Vermieter regelt lästige Dinge wie die Straßenreinigung und Anmeldung der Mülltonnen und sorgt dafür, dass in der Wohnung alles funktioniert. Zumindest sollte er das im Idealfall, manche Vermieter lassen das ja doch ganz gern den Zufall entscheiden.
Dafür, dass er sich um diese Dinge kümmert und du in seiner Wohnung leben kannst, erhält der Vermieter deine monatliche Mietzahlung. Diese nutzt er, um sein Darlehen für die Wohnung abzubezahlen. Du hilfst ihm also dabei, sich über die Jahre Vermögen aufzubauen, während dein Geld monatlich in fremde Hände fließt.
Anders ist das im Eigentum, hier zahlst du keine Miete, sondern deine monatliche Darlehensrate. Diese besteht aus Zinszahlungen an die Bank sowie Tilgungssätzen für dein Darlehen. Dafür bringt das eigene Haus oder die eigene Wohnung aber eine Reihe an anderen Verpflichtungen mit sich. Du bist selbst dafür verantwortlich, dass in deinem Haus alles funktioniert. Die fälligen Reperaturen müssen gemacht werden – auf deine Kosten. Und sie können manchmal leider ganz schön ins Geld gehen, gerade bei älteren Immobilien.
Dafür kannst du aber auch alles im Haus nach deinen Wünschen und Vorstellungen gestalten. Du musst keine Rücksicht nehmen auf einen Vermieter und eine Neuvermietung nach deinem Auszug. Vor Mieterhöhungen oder Kündigung auf Eigenbedarf musst du dich ebenfalls nicht fürchten.
| Miete | Eigentum |
|---|---|
| ✔️ hohe Flexibilität ✔️ wenig Aufwand ✔️ keine größeren Kosten ❌ Risiko Kündigung ❌ Mieterhöhungen ❌ kein Vermögensaufbau | ✔️ Freiheit (Innen- und Außengestaltung) ✔️ Abzahlung eigenes Darlehen ✔️ kein Stress mit dem Vermieter ❌ Reperaturen müssen gezahlt werden ❌ mehr Verantwortung ❌ wenig Flexibilität |
Ich muss sagen, ich habe mich mein Leben lang schon eher im eigenen Haus gesehen als irgendwo zur Miete. Fürs Studium und den Berufseinstieg war es praktisch, zur Miete zu wohnen. Aber als Familie finde ich ein Haus dann doch schöner und sinnvoller.
Zwischenzeitlich hab ich trotzdem dran gezweifelt, ob das Ganze realisierbar ist. Denn sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen, ist weitaus komplizierter und aufwendiger, als einst angenommen.
In meinem Hauskauf-Tagebuch nehme ich dich mit auf die Reise zu unserem Traumhaus.
Hallo Hanna,
ein ganz wichtiger Punkt, den Du vergessen hast: Du musst Dich um alles selber kümmern, wenn Du ein eigenes Haus / eine eigene Immobilie hast. Gerade die Suche nach Handwerkern und auch die Kontrolle, ob sie so arbeiten, wie Du Dir das vorgestellt hast, sind echt Punkte, die man am Anfang unterschätzt. Dennoch würde ich auf keinen Fall mehr in eine Mietwohnung zurück wollen. Daher: Volle Fahrt voraus. Ich drück Dir die Daumen, dass Dein Projekt gelingt!
Hallo Michaela,
du hast total recht, danke für deine Ergänzung! Es gibt glaub ich sehr viele Punkte die dagegen sprechen und genauso viele dafür. Letzendlich ist es Geschmackssache, für was man sich entscheidet. Unser Projekt ist zwar jetzt schon “geschafft” (sofern man das sagen kann) und ich möchte hier zeigen was die einzelnen Steps waren. Der Hauskauf mit allem drum und dran war nämlich viel aufwendiger, als ich es mir vorgestellt hatte.
Liebe Grüße,
Hanna
Hallo Hanna,
spannend, ich lese mich gerade durch deine Artikelreihe!
Bei mir ist der Hausbau jetzt schon beinahe 10 Jahre her. Einen wichtigen Punkt würde ich noch ergänzen: ein Haus bringt deutlich höhere monatliche Kosten mit sich. Denn neben den Immobilienkrediten werden ja auch noch so Späße wie Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung und so weiter fällig, die man als Mieter nicht oder nur anteilig zahlen muss. Mal ganz zu schweigen von den schon erwähnten Reparaturkosten (die locker vierstellig werden), ggf. Anschaffungen für den Garten und so weiter. Mieterhöhungen bekommt man nicht, aber wenn die Immobilienkredite irgendwann neu verhandelt werden müssen und sich die Konditionen mittlerweile verschlechtert haben, ist das vergleichbar.
Dass vieles in den letzten Jahren deutlich teurer geworden ist, merkt man als Hausbesitzer leider doppelt und dreifach…
Liebe Grüße
Anne
Hallo Anne,
du hast recht, die Nebenkosten sind als Eigentümer deutlich höher, als wenn man zur Miete wohnt. Diesen Beitrag soll auch keine vollständige Abhandlung sein, man könnte ihn noch um einige weitere Argumente für beide Seiten ergänzen. Das Ganze ist glaube ich hauptsächlich eine Lifestyle-Entscheidung. Es ist nicht das eine besser als das andere und nicht für jeden passt das gleiche.
Mit der Anschlussfinanzierung kann man natürlich Pech haben. Genauso kann es aber auch sein, dass die Zinsen zu dem Zeitpunkt besser stehen als zuvor. Wie der Markt sich entwickelt, kann man nicht vorhersagen.
Liebe Grüße,
Hanna