
In dieser Serie teile ich Einblicke vom Weg zu unserem Traumhaus. Zu den verschiedenen Stationen gebe ich Tipps, die du für deinen eigenen Hauskauf nutzen kannst. Den kompletten Zeitverlauf findest du zudem auf der Themenseite.
Wir kaufen zwar ein fertiggestelltes Haus vom Bauträger, doch es war noch nicht bezugsfertig. Beziehungsweise ‚nicht schlüsselfertig‘, wie es wohl im Fachjargon heißt.
Böden und Wände mussten noch gemacht werden, der Dachboden war noch nicht begehbar und der Garten nicht angelegt.
Um dem Garten kümmerten wir uns erstmal weniger, aber alles andere musste stehen, bevor wir einziehen konnten. Auch der Dachboden war mir wichtig, zumal wir im Haus keinen Keller haben. Irgendwo braucht man aber Stauraum, sonst stehen alle Kisten im Flur oder Wohnzimmer rum und das ist weder schön noch praktisch.
Wie ursprünglich geplant haben wir für Böden und Wände keine Firma kommen lassen, sondern es in Eigenleistung fertiggestellt. Doch das war leichter gesagt als getan. Wir bekamen zwar viel Unterstützung aus der Verwandtschaft und dem Freundeskreis, dennoch zog sich das Projekt länger, als uns lieb war.
Die Wände mussten vor dem streichen noch geschliffen werden, hin und wieder verspachtelt, neues Material und Werkzeug musste geholt werden, die Latten für den Dachboden waren nicht alle gleich dick und dann musste das Laminat noch bestellt und im ganzen Haus verlegt werden.
Zwar wäre es theoretisch auch gegangen, auf einer Baustelle einzuziehen, auf der Böden und/oder Wände noch in Rohfassung waren. Aber das wollten wir so git es ging vermeiden. Gerade auch, weil unsere kleine Tochter mit einziehen würde.
Sie war auch der Grund, warum die Eigenleistungen uns zeitlich eigentlich weniger gut passten. Wenige Wochen nach der Geburt konnte ich überhaupt nicht mitmachen und wir wollten auch nicht, dass unsere Tochter vor Ort. Denn im Haus lag eine Menge Baustaub und durch die Arbeiten war es zum Teil ziemlich laut.
Als endlich die großen Projekte Streichen, Laminat und Dachboden geschafft waren, war unser geplanter Umzugstermin schon weit herangerückt. Dennoch gab es noch allerhand Kleinigkeiten zu tun, sei es den Baustaub zu entfernen, die Fenster zu putzen (auf denen auch Baustaub lag) oder den Verpackungsmüll zu entsogen.
Und nicht zu vergessen: die Küche musste noch aufgebaut werden. Aus Kostengründen hatten wir uns nicht für eine Maßanfertigung, sondern für ein einfaches Modell aus dem Baumarkt entschieden. Diese wurde auch rechtzeitig geliefert, wurde allerdings nicht mehr ganz fertig.
Tipps für die Eigenleistungen
- Plane genug Zeit ein – es zieht sich meistens doch
- Kommuniziere klar wie du dir alles vorstellst- um Missverständnisse zu vermeiden
- Jede helfende Hand ist gern gesehen – je mehr Helfer, desto schneller wird man fertig