Hauskauf-Tagebuch | Teil 16: Unser Umzug

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Dann endlich kam der Tag der Tage: unser Umzug stand an. Wann dieser Tag sein würde, war gar nicht so einfach zu planen gewesen. Schließlich war im Haus noch einiges zu tun, andererseits wollten wir auch nicht zu lange Miete und Darlehensrate parallel zahlen.

Wir hatten den Zeitpunkt dann in den September gelegt, weil wir dachten: dann ist noch genügend Zeit um alles fertig zu machen und wir müssen uns nicht so stressen.

Fehlanzeige. Wände und Laminat waren doch mehr Arbeit, als geplant und als uns lieb war. Zuletzt musste noch die Küche aufgebaut werden. Sie wurde vor dem Umzug nicht mehr ganz fertig, die Arbeitsplatten mussten noch zugeschnitten werden. So konnten wir erstmal nicht kochen und mussten unser Geschirr im Badezimmer abwaschen. Immerhin, der Backofen ging, er wurde beim Umzug direkt mit angeschlossen.

Aber der Reihe nach: die Tage und Wochen vor dem Umzug waren stressig. Kartons packen und nebenbei noch die letzten Arbeiten im Haus fertig machen, den Baustaub wegputzen und die ersten Möbel aufbauen. Hinzu kam noch, dass zumindest ich kurz vorher einen anderen Fulltime Job begonnen hatte: meine kleine Tochter betreuen, die vor nicht allzu langer Zeit das Licht der Welt erblickt hatte.

Alleine die Umzugskartons zu packen wurde zur Herausforderung. An manchen Tagen kam ich gefühlt zu nichts, obwohl es unglaublich viel zu tun gab. Das sorgte für ein schlechtes Gewissen und noch mehr Druck als ohnehin schon.

Doch wie durch ein Wunder war meine Tochter am Tag vor dem Umzug recht ruhig und schlief viel. Das kam mir sehr entgegen, da ich es so noch tagsüber (bzw. abends) schaffte, dir letzten Umzugskartons zu packen und keine Nachtschicht schieben musste.

Als am Umzugstag morgens um 7 Uhr die Möbelpacker vor dem Mehrfamilienhaus, in dem wir bis dato wohnten, aufkreuzten, war das beinahe eine Erleichterung. Jetzt würden die Dinge ihren Lauf nehmen. Das Umzugsunternehmen würde schon alles in trockene Tücher bringen.

Das funktionierte auch super. Sie waren ein eingespieltes Team und fragten, wie sie was am besten machen und uns am besten helfen konnten. Für mich war von Anfang an klar gewesen: ich mache keinen Umzug mit Baby ohne Umzugsunternehmen. Klar kostet das, aber es ist wesentlich stressfreier, als wenn man alles selbst trägt und organisiert. Wir haben dann drei verschiedenen Firmen eine Anfrage gestellt und uns für das beste Angebot entschieden.

Doch auch nachdem alles ins neue Heim transportiert worden war, war Entspannung noch lange nicht in Sicht. Jetzt hieß es alles wieder auspacken. Auch nicht easy mit Baby.

Vor allem aber hieß es auch: tief durchatmen. Der Großteil ist geschafft.

Wie viel Stress es tatsächlich aber war, merkte ich eine knappe Woche nach dem Umzug: Ich wurde krank. Eine Mandelentzündung. Es erinnerte mich ein bisschen an die Studienzeit früher: häufig war ich nach der Klausurenphase erstmal krank, weil der Stress dann nachließ.

Tipps für den Umzug (mit Baby):

  • 50% mehr Zeit einplanen als du denkst
  • Früh anfangen Kartons zu packen
  • Aussortieren was du nicht mehr brauchst (es gibt keinen besseren Anlass)
  • Einen Karton bzw. Koffer mit den wichtigsten Sachen für dich (und das Baby) packen
  • Umzugsunternehmen engagieren (diese Investitionen spart Zeit, Kraft, Nerven und erspart dir abgestoßene Möbel)
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