Hauskauf-Tagebuch | Teil 2: Besichtigungen

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Um zu wissen, ob das Haus das richtige ist, muss man sich einmal alles mit eigenen Augen anschauen. Oder auch mehr als einmal.

Natürlich vermittelt auch das Expose schon einen ersten Eindruck und manche Makler bieten dazu bereits Online-Besichtigungen für ihre Kunden an. Die Meinungen dazu sind verschieden. Ich für meinen Teil finde nicht, dass Videoaufnahmen hier ausreichend sind, sie können nur grobe Dinge wiedergeben.

Der Hauskauf ist keine Kleinigkeit, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. und außerdem möchte man die Atmosphäre spüren, die von dem Haus ausgeht. Das geht nun mal nur vor Ort.

Bei unserem Haus handelte es sich um einen Neubau, der zum Zeitpunkt des Kaufs fast, aber noch nicht zu 100% fertig war.

Die erste Besichtigung

Meine erste Besichtigung war unter der Woche nach der Arbeit, an einem Tag im Januar. Dies war nicht ganz so praktisch, da es zu dem Zeitpunkt schon recht früh dunkel wurde und wir aufpassen mussten, überhaupt noch alle Räume plus Grundstück bei Tageslicht sehen zu können. Drinnen gab es schließlich noch keine Beleuchtung.

Aber für die erste Besichtigung einen Tag frei zu nehmen, das sah ich auch nicht ein. Schließlich wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, ob sich die Sache lohnt oder nicht. Wie viele Häuser haben wir uns angeschaut und nicht gekauft.

Erst bei der zweiten Besichtigung nahm ich mir frei.

Die zweite Besichtigung

Diese fand zusammen mit unserem Sachverständigen, meinem Opa, statt. Dadurch dass mein Opa selbst lange Jahre in der Baubranche aktiv war, verfügt er über unglaublich viel Fachwissen.

Leider wohnt er icht gleich um die Ecke. Unser Besichtigungstermin war mitten am Tag, damit er sicher sein konnte bei Tageslicht hin und zurück zu kommen. Deshalb hab ich mir auch einen Tag frei genommen, mittags bei der Arbeit aufbrechen ging nämlich für mich nicht.

Aber egal: Sein Angebot, einmal mitzukommen um den baulichen Zustand zu beurteilen, war Gold wert. Auch wenn er letztendlich dann so viele Fragen stellte, dass es schon fast einschüchternd wirkte.

Neben dem Haus an sich sollte man bei der Besichtigung auch die Lage auskundschaften: Ist dies der Ort, an dem man für längere Zeit wohnen will? Welche Supermärkte, Parks, Spielplätze, Schulen, Bushaltestellen etc. sind in der Nähe? Wie lange brauche ich zu den nächsten Ärzten und in die Innenstadt?

Tipps für die Besichtigung:

  • Lass keine Zeit verstreichen: Dir gefällt ein Haus aus dem Expose? dann melde dich direkt beim Makler/Anbieter und frage nach einem Besichtigungstermin. Du weißt nie wie lange das Angebot schon online steht und wie viele andere Interessenten sich schon gemeldet haben. Schnell sein lohnt sich!
  • Mache dir ein umfassendes Bild: Sieh dir alles genau an, lass dir Details erklären und alle deine Fragen beantworten. Mache dir Gedanken, ob du einen Gutachter/Sachverständigen hinzuziehen willst, um den Zustand der Immobilie besser einschätzen zu können.
  • Frage Leute, die du kennst: In deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis gibt es jemanden, der sich mit Immobilien auskennt? Frage, ob er/sie sich unterstützen kann.
  • Haus + Umgebung: Bei aller Begeisterung für das Haus, vergiss nicht, dir über die Lage Gedanken zu machen und die Umgebung zu besichtigen.
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