Payment: Löst Wero jetzt Paypal ab?

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Die Schlagzeilen um Paypal reißen im Moment nicht ab: Ein großes Datenleak versetzt Kunden in Panik. Kurz darauf setzen Banken Zahlungen von über 10 Milliarden € an Paypal aus. Kaum einen Tag später erhielt ich eine Mitteilung von meiner Bank: Ich könne jetzt Wero nutzen, um ganz einfach Geld an meine Kontakte zu senden. Wird dieses System in Zukunft Paypal ablösen?

Was ist Wero?

Wero ist ein neues Zahlugssystem, mit dem Zahlungen in Echtzeit möglich sind. Es wurde von der European Payments Initiative (EPI) etwickelt, mit Sparkassen und Privatbanken wie der Deutschen Bank oder der ING.

Zum versenden von Geld ist keine IBAN notwendig, es muss lediglich ein Kontakt ausgewählt werden (mit Telefonnummer oder E-Mail-Adresse). Wero ist in der jeweiligen Banking-App integriert und kann dort direkt genutzt werden.

In Deutschland, Frankreich und Belgien kann man Wero bereits nutzen. Weitere europäische Länder planen die Einführung in den kommenden Jahren.

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Wero vs Paypal: Welche Vorteile gibt es?

WeroPaypal
Nutzung über Banking-AppEigenes System (Paypal-Konto)
bisher nur Geld senden an Kontakte möglich (Family & Friends)Geld senden an Freunde & bezahlen in Online-Shops; Käuferschutz
Telefonummer oder E-Mail wird benötigtPaypal-Konto und E-Mail oder Paypal-Link benötigt
Echtzeit-ÜberweisungÜberweisung binnen weniger Minuten
keine Gebühren für Transaktionenkeine Gebühren beim Geld senden an Freunde; Gebühren für Händler
Bank-Konto wird für Zahlung genutztmehrere Konten/ Karten können hinterlegt werden

Das Zahlungssystem Wero kommt ohne eine zusätzliche App aus. Die Überweisungen geschehen in Echtzeit und ohne Gebühren. Auch müssen keine Daten bei einem Drittanbieter hinterlegt werden.

Allerdings deckt Wero bislang nur einen Teil der Funktionen von Paypal ab. Es kann bislang nur zum Geld senden an eigene Kontakte genutzt werden, nicht aber um online zu bezahlen.

Bei Paypal muss erst ein Konto erstellt werden. Es können verschiedene Konten und Kreditkarten zum Bezahlen hinzugefügt werden.

Geld kann zwar nur an die Personen gesendet werden, die ebenfalls einen Paypal-Account haben. Heutzutage hat jedoch fast jeder Paypal, es gibt allein in Deutschland etwa 30 Millionen aktive Nutzer.

Doch diese sind eventuell gerade etwas vorsichtiger im Hinblick auf Paypal geworden..

Neue Lösung zur richtigen Zeit?

Mitte August hat ein Hacker 15,8 Millionen Paypal-Zugangsdaten im Darknet zum Verkauf angeboten. Seitdem kursieren die Gerüchte um eine riesige Datenpanne bei Paypal. Bestätigt wurde diese jedoch nicht.

Was aber bekannt ist: Es wurde massenweise verdächtige Zahlungsanweisungen durch Paypal an Banken weitergeleitet. Diese reagierten, indem sie die Zahlungen an Paypal insgesamt stoppten.

Fazit

Paypal ist sehr verbreitet, doch der Zahlungsdienstleister hat aktuell Probleme. Nicht der schlechteste Zeitpukt für ein neues Zahlungssystems wie Wero. Dieses macht Europa ein Stück weit unabhängiger von amerikanischen Konzernen und hat zudem den Vorteil, dass es ohne Drittanbieter direkt in der Banking-App genutzt werden kann.

Eine gute Alternative. Ob sich diese aber wirklich gegen Paypal durchsetzen kann, wird sich erst zeigen, wenn Wero auch für Händler zugelassen wird.

Was meinst du: Werden wir in Zukunft Wero oder Paypal nutzen? Verrate es in den Kommentaren!

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