Meine Ausgaben für Weihnachtsgeschenke 2022

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Weihnachten, das Fest der Nächstenliebe, ist in unserer Gesellschaft mehr und mehr zu einem Fest des Konsums geworden: Denkt man an Weihnachten, geht es dabei oft um viele Geschenke und Essen. Leider, denn dies hat mit der ursprünglichen Idee von Weihnachten wenig zu tun. Ich selbst bin kein Befürworter von Krippenspiel unf Predigt in der Kirche, aber ich finde wir sollten das Zusammensein und die gemeinsame Zeit mit der Familie hier wieder stärker ind den Vordergrund stellen.

Ganz ohne Geschenke geht es aber auch nicht. Ich habe mich jedoch dieses Jahr beim Zusammenstellen meiner Weihnachtsgeschenke bemüht, nicht zu verschenken, was nicht genutzt werden würde und einen Teil der Gaben selbst zu erstellen. In diesem Artikel habe ich euch aufgelistet, was ich grob verschenken werde und wie viel mich das jeweils gekostet hat. Mit Rücksicht darauf, dass dies ja bekanntlich eine Überraschung ist, habe ich das Ganze ein wenig abstrakt gehalten und hier Kategorien erstellt.

„Das schönste Geschenk ist nicht teuer, sondern kommt von Herzen“

Wie viel wird durchschnittlich für Weihnachtsgeschenke ausgegeben?

Es gibt einige Branchen, die sich auf Geschenke spezialisiert haben und einen Großteil ihres Umsatzes in der (Vor-)Weihnachtszeit machen. Gemäß einer Auswertung von Statista Beziehen Händler von Uhren und Schmuck, Unterhaltungselektronik, Spielwaren und Büchern fast ein Viertel ihres Gesamtjahresumsatzes in den Monaten November und Dezember. Nicht verwunderlich, denn selten sitzt den Menschen Geld so locker, wie wenn es um Geschenke geht.

Doch dieses Jahr ist die wirtschaftliche Situation schwieriger, viele Menschen müssen schauen, wie sie über die Runden kommen. Dementsprechend sitzt auch der Gürtel für Weihnachtsgeschenke enger. Eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY fand kürzlich heraus, dass Menschen in Deutschland dieses Jahr im Durchschnitt  252€ für Geschenke ausgeben wollen – fast 8% weniger als in 2021. Hinzu kommt, dass die Inflation die Preise für nahezu alle Waren ja deutlich erhöht hat, man bekommt also für die 252€ weniger, als es 2021 der Fall war. Einzig in der Gehaltsklasse ab 70.000€ liegt das Weihnachts-Budget gemäß der Auswertung von EY noch über dem Vorjahr. Ist hier also ein Trend hin zu weniger Konsum erkennbar?

Meine Philosophie des Schenkens

Ich mag es eigentlich sehr, Dinge zu verschenken – vor allem weil man damit dem anderen eine kleine Freude machen kann. Allerdings habe ich das Schenken immer hauptsächlich als Geste gesehen, mit der man sagt „ich habe an dich gedacht“.

Darum geht es mir vor allem. Ja, ich habe eine recht große Familie und jeder hat immer etwas von mir bekommen – aber eben vor allem Kleinigkeiten, Selbstgemachtes oder Dinge, die man gebrauchen beziehungsweise aufessen kann.

Mein Freund, meine Schwester und meine Eltern bekommen immer auch größere oder besser gesagt teurere Sachen, weil sie immer für mich da sind und ein schönes Geschenk zu Weihnachten ein Zeit lang eben auch ein Weg für mich war, ihnen zu zeigen, dass sie mir wichtig sind.

Dieses Jahr war ich allerdings auch hier am hin und her überlegen. Meine Schwester hatte nämlich vorgeschlagen, sich dieses Weihnachten in unserer Runde gegenseitig nicht zu schenken. Ich habe lange über diese Idee nachgedacht – eigentlich war es gar keine schlechte. „Wir haben doch alles, was wir brauchen, oder kaufen es uns“ sagte sie „da müssen wir und nicht so viel Arbeit machen, Geschenke für die anderen zu finden“. Da hat sie recht. Gleichzeitig gehört das Schenken aber irgendwie für mich zu Weihnachten dazu und ich stelle es mir schon komisch vor, wenn wir abends zusammen dort sitzen und dann eigentlich der Geschenke-Teil ansteht – nur dass niemand etwas dabei hat.

Wobei ich hier auch meine Mutter kenne, die es nicht schafft einem nichts zu kaufen, und womöglich ist das auch noch bei ein paar der anderen so und dann ist man selbst einer der wenigen, der keine Geschenke mitgebracht hat? Nein, dann doch lieber gleich mit Geschenken.

Meine Weihnachtsgeschenke 2022

Wichtelabend

Mit der Mädelsrunde haben wir dieses Jahr einen Wichtelabend veranstaltet. Hierzu hat jeder ein Geschenk verpackt (Maximalwert 10€), was an jenem Abend unter den anderen verlost wurde. Man wusste also nicht, an wen man das Geschenk schenken würde und musste dementsprechend etwas aussuchen, was möglichst vielen gefällt. Gar keine leichte Aufgabe. Kerzen, Süßigkeiten und Kosmetik waren in unserer Runde sehr beliebt. Ich habe selbst ein Party-Gesellschaftsspiel geschenkt bekommen, war ich ebenfalls eine tolle Idee fand.

Geschenk Wichtelabend: 10€

Selbstgemachte Geschenke

Ich verschenke gern selbst erstellte Geschenke, da es hier immer einen persönlichen Bezug gibt und man die Dinge oft nicht so oder nur in abgewandelter Form im Laden kaufen kann. Hierzu habe ich in der Vergangenheit schon verschiedene Projekte gestartet, zum Beispiel selbstgemacht Kerzen oder selbst gekochte Orangenmarmelade.

Dieses Jahr habe ich ebenfalls zwei Projekte umgesetzt:

Bruchschokolade

Ziemlich easy zu erstellen und dennoch immer etwas besonderes. Man braucht nur verschiedene Schokoladen (ich habe hier weiße und Zartbitterschokolade genommen), die man auf einem Backblech nach belieben anordnet und bei 60°C in den Backofen stellt. Nach etwa 10-12 Minuten ist die Schokolade geschmolzen bzw. leicht flüssig, sodass man mit dem verzieren und dekorieren anfangen kann. Dann nur noch auskühlen lassen und anschließend in Stücke brechen.

Preis für 10 Geschenke a la Bruchschokolade: 9,30€
(inklusive Dekoration und Tüten zum Verpacken)

Weihnachtskekse

An Weihnachten gehören immer auch süße Leckereien dazu. Anders als Lebkuchen und Spekulatius kann man Weihnachtsplätzchen mit recht wenig Aufwand selber machen. Ich habe vor ein paar Jahren hierzu einen Aufruf gestartet und eine kleine Rezeptsammlung erstellt, die sich gut eignet wenn man hier noch Inspiration sucht oder einfach mal etwas anderes backen möchte als in den letzten Jahren in der Vorweihnachtszeit.

Ich habe mich dieses Jahr für Haferflockenkekse entschieden.
Preis für 3-4 Bleche Kekse: ca. 4€

Kunsthandwerkermarkt

Generell finde ich es immer schön, über solche Handarbeitsmärkte zu gehen und dort zu stöbern. Die Dinge die man hier kaufen kann, haben zwar auch ihren Preis, aber das Geld kommt hier direkt den Menschen zugute, die sich die Mühe gemacht und die Waren erstellt haben.

Zu Weihnachten gibt es immer besonders viele Märkte in der Stadt und es lohnt sich, dort einmal vorbei zu schauen. Natürlich darf man nie mit der Prämisse dort hingehen, unbedingt etwas kaufen zu wollen – man weiß eben nie genau, was dort angeboten wird und ob die Sachen überhaupt den eigenen Geschmack treffen. Dieses Jahr konnte ich einige Weihnachtsgeschenke auf dem Kunsthandwerkermarkt finden: Von Untersetzern im LP-Design bin hin zu Anhängern für Weingläser gab es allerhand originelle Dinge, die ich direkt Personen zuordnen konnte, die sich darüber freuen würden.

Preis für Artikel vom Kunsthandwerkermarkt: 35€

Kleinigkeiten & größere Kleinigkeiten

Natürlich kommt man nicht drum herum, Geschenke auch auf klassische Weise einzukaufen. Hierbei war es mir aber wichtig, nicht einfach irgendetwas zu kaufen, sondern man sollte es auch gebrauchen und nutzen können. So kaufte ich zum Beispiel Tee, warme Socken und pflegende Kosmetik.

Und dann gab es noch die „größeren Kleinigkeiten“ für den engsten Kreis meiner Familie, wie oben schon beschrieben. Hier habe ich auch Erlebnisse verschenkt, Fotoalben und zum Beispiel eine Art Travel-Book für meine Schwester, die das nächste halbe Jahr im Ausland verbringt.

Preis Kleinigkeiten in Summe: 74,89€
Preis größere Kleinigkeiten: 161,10€

Summe und Fazit

Wenn ich alles zusammenrechne, lande ich bei einem Wert von 294,29€. Ganz schön viel, damit hätte ich nicht gerechnet, gerade auch deshalb, weil Weihnachtsgeschenke für mich nicht teuer sein müssen, sondern vor allem persönlich und herzlich. Und dennoch liege ich mit meinen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke deutlich über dem von EY prognostizierten Durchschnittswert von 252€.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich auch nicht besonders angestrengt habe, bei meinen Geschenken Geld zu sparen – ich habe sie so gekauft wie ich es immer mache, nur dass ich eben auch einen Teil selbst gemacht habe. Sicherlich hätte ich aber an einigen Ecken noch sparen können, zum Beispiel durch günstigere Teesorten und Kosmetik oder durch Veranstaltungskarten mit Plätzen in einer der hintersten Reihen. Aber ich gebe gerne und beim Verschenken möchte ich daher nicht auf die günstigere Variante zurückgreifen, wenn dies auch mit geringerer Qualität einher geht.

Mit den rund 295€ habe ich Geschenke für insgesamt 23 Personen gekauft, beziehungsweise erstellt. Das ist denke ich ebenfalls etwas, was man in der Rechnung beachten sollte, denn nicht bei jeden gibt es eine solche Anzahl an Familienmitgliedern und Freunden, denen Geschenke zu Weihnachten gemacht werden. Im Durchschnitt habe ich pro Person 12,80€ ausgegeben.

Ist das noch wenig oder schon zu viel? Ich kann es gar nicht sagen, denn bei Geschenken stand für mich der Preis noch nie besonders im Vordergrund. Natürlich habe ich immer darauf geachtet, dass die Kosten im nicht den Rahmen sprengen und dass die Dinge ihren Preis auch wert sind. Aber viel mehr zählt für mich, wie das Geschenk ankommt: wenn man jemandem damit eine Freude machen kann, dann ist es in den allermeisten Fällen jeden Cent wert gewesen.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Queen All

    Ich finde es immer etwas seltsam, wenn ich sehe, das Geschenke einen gewissen Geldwert haben müssen und auch, wie dieser immer exorbitanter wird. Selbst zum Nikolaus kaufen manche Eltern schon Geschenke (nicht zu vergessen zum Muttertag, Valentinstag, Ostern…).
    In der örtlichen Bücherei gibt es immer einen Weihnachtsbaum voller Wunschzettel von Kindern, deren Eltern sich gar keine Geschenke leisten können. Und auch, wenn viele heutzutage jammern, dass nicht so viel Geld für Geschenke übrig wäre – der Baum war schon am zweiten Tag leer, ich habe keinen Wunschzettel mehr bekommen. Das heißt, dass sehr viele Menschen eben doch noch genug haben, um etwas weiterzugeben. Mein Wunschzettel-Budget wird dann halt woanders gespendet. Selten hat es mich so gefreut, leer auszugehen.

    1. Redaktion

      An der Aktion in eurer Bücherei hätte ich mich auch gerne beteiligt! Ich finde beim Schenken geht es weniger um den materiellen Wert, sondern mehr um die Geste. Den eigenen Wunschzettel zu spenden ist eine sehr schöne Idee von dir, wie man die Geschenke-Sache zu Weihnachten auf eine ganz andere Art einsetzen und damit gutes tun kann 🙂